Ceuta und Melilla

Ceuta liegt an der nordafrikanischen Küste, direkt an der Straße von Gibraltar. Zählt aber politisch gesehen zu Spanien und ist deshalb auch eine autonome Stadt Spaniens. Ebenso verhält es sich mit der Stadt Melilla, welche ebenfalls eine autonome Stadt Spaniens ist, aber trotzdem an der nordafrikanischen Küste liegt. Beide Gebiete bilden sogenannte Exklaven. Obwohl Ceuta und Melilla durch ihre spanische Zugehörigkeit zur Europäischen Union gehören, verfügen sie über so manches Sonderrecht, zum Beispiel gehören sie nicht zum europäischen Zollgebiet.

Dies ist in Art. 3 Abs. 1 des Zollkodex der Europäischen Gemeinschaft so festgehalten. Melilla und Ceuta sind durch ihre Eigenständigkeit als Enklave der Europäischen Union auf dem Kontinent Afrika ein beliebtes Ziel für illegale Einwanderer geworden. Diese erhoffen sich eine Weiterreise nach Europa. Eben wegen dieser illegalen Einwanderer wurde sowohl von Seiten der spanischen wie auch der marokkanischen Behörden die Überwachung und Abgrenzung der Grenze in den letzten Jahren um ein vielfaches gesteigert.

Allerdings gelingt es immer noch einer Vielzahl an Flüchtlingen die Grenzen nach Melilla und Ceuta zu überwinden, obwohl die Stadtgrenzen mit drei bis sechs Meter hohen Zäunen, sowie Nachtsichtgeräten und bewaffneten Wachen verstärkt wurden.